Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension "Young Elites 3"




Preis: € 18,95 [D]
Einband: Gebunden
Seitenanzahl: 352
Altersempfehlung: ab 14
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥
Reihe: 3. Band einer Trilogie
Verlag: Loewe

Klappentext: Adelina ist endlich an ihrem Ziel angelangt: Sie sitzt auf dem Thron von Kenettra. Ihre Herrschaft als Weiße Wölfin ist grausam. Erbarmungslos rächt sie sich an ihren Widersachern. Als jedoch eine Gefahr auftaucht, die das Leben aller Begabten bedroht, ist Adelina gezwungen, mit ihren Feinden zusammenzuarbeiten. Mit der verhassten Gemeinschaft der Dolche macht sie sich auf eine riskante Reise, um sich selbst, ihre Schwester und ihr Königreich zu retten. Doch die widerwillig geschlossene Allianz und Adelinas stetig zunehmende innere Dunkelheit scheinen die Mission zum Scheitern zu bringen …
 


Die Geschichte
 
Diese Rezension könnte Spoiler für die beiden Bände zuvor enthalten, weshalb ihr es nur lesen solltet, wenn ihr den Anfang der Geschichte bereits kennt und nur noch den 3. Band vor euch habt. Aus dem letzten Band werde ich nichts verraten, sondern einfach nur meine allgemeine Meinung und mein Fazit für die Trilogie abgeben. Nachdem ich den 1. Band vor fast einem Jahr gelesen habe und er mir damals ganz gut gefallen hat, war ich natürlich gespannt auf die Fortsetzung. Diese kam dann Ende letzten Jahres raus und gleich im Januar folgte dann Band 3. Ich war auch sehr froh darüber, denn ehrlich gesagt habe ich direkt beide Bände nacheinander weggelesen. Zu Beginn hätte ich nicht gedacht, dass die Geschichte in diese Richtung geht, doch ich fand die Wendung unglaublich interessant und spannend. Nachdem Adelina - die Protagonistin - sich von der Gemeinschaft der Dolche abgewandt hat, gründet sie ihre eigene Gemeinschaft und entwickelt sich zu einer grausamen Herrscherin. Gleichzeitig merkt man immer mehr, dass sie von ihrer Gabe beherrscht wird und es damit nicht nur ihr, sondern auch allen anderen Begabten so geht. Die Begabung hat also ihren Preis, was mich ziemlich erstaunt und die Geschichte noch mal in eine andere Richtung gelenkt hat. Mir hat dieser Aspekt gut gefallen und auch das Ende konnte mich von sich überzeugen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es nicht jedem zusagt, weil es schon ziemlich speziell ist. Wer jedoch mal etwas völlig anderes lesen will, der ist hier genau richtig.
 
Die Charaktere
 
Adelina ist keine Sympathieträgerin, das hat man schon im 1. Band gemerkt, doch im 2. Teil wird das noch einmal deutlicher. Ich fand es gut, dass ein Buch aus der Sicht einer Antiheldin geschrieben ist, denn so lernt man als Leser auch mal die andere Seite kennen. In manche Situation konnte man sie nämlich durchaus verstehen und zusätzlich kam natürlich noch ihre Gabe, die in ihr eine dunkle Seite zum Vorschein gebracht hat. Hin und wieder gibt es aber auch Kapitel aus der Sicht der anderen Personen, sodass wir mehrere Perspektiven kennenlernen. Dadurch blieb die Geschichte unheimlich spannend. Gerade im letzten Band fand ich die Wandlung aller Charaktere noch einmal richtig interessant und besonders Adelina hat unglaublichen Mut bewiesen.
 
Der Schreibstil
 
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne, denn er ist flüssig zu lesen und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Besonders Emotionen kann sie super rüberbringen, sodass man selbst mit Adelina als grausame Herrscherin mitfühlen konnte. Die Kapitel waren recht kurz, aber immer auf den Punkt gebracht und nie langweilig.
 
Fazit
 
Eine tolle Fantasiegeschichte, die ich besonders Lesern empfehlen kann, die mal etwas anderes und außergewöhnliches lesen möchten. Es ist also mit Sicherheit nicht etwas für jedermann, aber es besitzt eine tolle Geschichte und einzigartige Charaktere. Dadurch, dass mir auch der Schreibstil so gut gefallen hat, möchte ich irgendwann auf jeden Fall noch die "Legend-Trilogie" der Autorin lesen.
 
 

Donnerstag, 15. Februar 2018

Neuzugänge Bücher (Januar 2018)

Die ersten Neuzugänge für das neue Jahr und es sind mal wieder ungeplant zwei neue Reihen bei mir eingezogen. Ich wollte meine neuen Bücher eigentlich mehr auf die Fortsetzungsbände beschränken, damit ich erstmal ein paar Reihen beende und generell meinen SUB verringere. Im Grunde läuft das momentan auch recht gut, aber ihr werdet gleich sehen, warum ich mich in diesen zwei Fällen nicht dran halten konnte. Solange es aber nicht wieder eskaliert und ich weiterhin meine Reihen und meinen SUB verringere, ist das denke ich völlig in Ordnung.
 
 
 
Nach dem Sommer, Band 1-3 & Sonderband von Maggie Stiefvater: Dies war eine der Ausnahmen im Januar, an die ich nicht vorbeigehen konnte. Wer öfter bei Thalia vorbeischaut, wird gesehen haben, dass es diese Reihe zu einem absoluten Schnäppchen gab, weil sie in diesem Format vermutlich nicht mehr hergestellt wird. Ich habe lange überlegt, ob ich sie mir zulegen soll, weil ich sie früher unbedingt mal lesen wollte und die Autorin auch eigentlich ganz gerne mag. Allerdings hat sich das nie ergeben und irgendwann verlor ich dann einfach das Interesse daran. In der Buchhandlung habe ich mir dann erneut den Klappentext durchgelesen und da ich momentan sehr gerne Fantasy lese, durfte es letztendlich bei mir einziehen. Ich habe zwar von Maggie Stiefvater noch eine andere Reihe ungelesen hier stehen, aber der Vorteil ist, dass ich diese Reihe nun direkt vollständig habe und sie eigentlich sofort durchsuchten kann, wenn ich Lust und Zeit dafür habe.
 
 
Manipuliert, Band 2 von Teri Terry: Hierbei handelt es sich um einen Fortsetzungsband, den ich schon sehnsüchtig erwartet habe, denn die Geschichte konnte mich im letzten Jahr stark von sich überzeugen. Es hat auch damals mit einem fiesen Cliffhanger geendet, sodass ich schon sehr gespannt bin wie es weitergeht.
 
Young Elites, Band 3 von Marie Lu: Ebenfalls eine Fortsetzung, auf die ich mich schon sehr gefreut habe. Da ich den 2. Band erst zuvor beendet hatte, habe ich den letzten Band gleich hinterhergeschoben und in wenigen Tagen verschlungen. Es war eine unglaublich spannende und interessante Geschichte, zu der ich auf jeden Fall noch eine ausführliche Rezension schreiben werde.
 
 
Throne of Glass, Sonderband von Sarah J. Maas: Als großer Fan der "Throne of Glass-Reihe", musste ich mir natürlich auch diesen Sonderband zulegen. Es geht darin um Celaenas Vorgeschichte und wir erfahren praktisch wie sie zur Assassinin geworden ist. Ich erhoffe mir von diesem Buch also sehr viel und hoffe, dass es mich genauso unterhalten kann wie die Hauptgeschichte.
 
The Deal, Band 1 von Elle Kennedy: Hier das zweite Buch, welches ausnahmsweise bei mir eingezogen ist und wieder einmal der 1. Band einer Reihe ist. In diesem Fall kann ich aber tatsächlich nichts für diesen Neuzugang, denn ich habe ihn mir nicht selbst gekauft, sondern von meinem Bruder zu Weihnachten geschenkt bekommen. Im Grunde ist das Buch also gar nicht aus dem Januar, sondern noch aus dem Dezember, aber da es nicht mehr in die anderen Neuzugänge reingepasst hat, habe ich es kurzerhand zum nächsten Monat gezählt. Obwohl mein Bruder jetzt nicht unbedingt meinen Lesegeschmack kennt, hat er zufälligerweise genau meinen Geschmack getroffen. Ich habe ein paar Wochen zuvor noch eine Rezension zu diesem Buch gesehen und es gedanklich mal auf meine Wunschliste gesetzt. Demnach war die Freude natürlich groß, als ich es plötzlich in den Händen hielt und jetzt jederzeit danach greifen kann.
 
 


Sonntag, 11. Februar 2018

Rezension "Wolkenschloss"




Preis: € 20,00 [D]
Einband: Gebunden
Seitenanzahl: 464
Altersempfehlung: ab 16
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Reihe: Einzelband
Verlag: FJB

Klappentext: Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein.
 


Die Geschichte
 
Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich noch spontan zu "Wolkenschloss", dem neusten Roman von Kerstin Gier gegriffen. Ich dachte, dass es noch ganz gut in die Winterzeit passt und wollte damit auf keinen Fall ein weiteres Jahr warten. Ich hatte nämlich schon viel zu lange kein Buch mehr von ihr gelesen und das, obwohl sie seit der "Edelstein-Trilogie" zu meinen Lieblingsautoren gehört. Es war auch eine sehr gute Entscheidung, denn das Buch ist nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich einfach nur zauberhaft. Anfangs wusste ich zwar nicht so genau, wo die Geschichte hinführen wird, doch selbst ohne einen genauen Handlungsstrang war es interessant zu lesen. Der Handlungsort ist vor allem mal etwas völlig anderes, denn wir befinden uns hier - zusammen mit Fanny, der Protagonistin - in einem alten Hotel in der Schweiz. Das Ganze spielt um die Weihnachtszeit herum, wo das Hotel von vielen angesagten Gästen besucht wird. Zunächst ist man als Leser zwar ein bisschen überfordert, weil wirklich jeder Gast und auch das Personal beschrieben wird und man so natürlich ganz leicht durcheinander kommen kann. Mit der Zeit gibt sich das aber und es treten zum größten Teil nur noch die Hauptpersonen auf. Wer jedoch seine Schwierigkeiten mit den ganzen Namen hat, kann ja mal zum Ende des Buches blättern, denn dort gibt es ein übersichtliches Personenregister. Leider habe ich das erst zum Schluss gesehen, sonst hätte ich da vermutlich öfter reingeschaut. Zuerst wollte ich dem Buch deswegen auch nur 4, statt 5 Punkte geben, doch das Ende hat mich dann vollends von der Geschichte überzeugt. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es in so eine Richtung geht, was mich positiv überrascht hat. Es war also nicht nur ein zauberhaftes, sondern auch ein spannendes und interessantes Buch.
 
Die Charaktere
 
Wie gesagt, waren es hier ziemlich viele Charaktere, sodass ich natürlich nicht auf jeden einzelnen eingehen kann. Es waren aber wieder einige interessante Persönlichkeiten dabei, so wie es auch schon bei der "Edelstein-Trilogie" der Fall war. Kerstin Gier schafft es immer wieder, die Personen und deren verschiedenen Eigenschaften wunderbar in Szene zu setzen. Dadurch konnte man sie als Leser nachher ganz gut auseinanderhalten. Besonders Fanny war wieder eine sympathische Protagonistin, die neugierig, witzig und erfrischend rüberkam. Ich finde, dass genau diese Eigenschaften zu ihren Büchern dazugehören.
 
Der Schreibstil
 
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr, denn er ist erfrischend und leicht zu lesen. Die Geschichte ist übrigens aus Fannys Sicht geschrieben, die uns das Hotel, das Personal und die Gäste mit einer superlustigen und lockeren Art vorstellt. Dadurch konnte ich mir wirklich alles wunderbar vorstellen und deshalb habe ich auch zu Beginn gesagt, dass mir der Handlungsstrang gar nicht so wichtig war. Es hat einfach schon Spaß gemacht mit Fanny auf Entdeckungstour zu gehen und das Hotel zu erkunden. Die Hauptgeschichte an sich war da eigentlich nur ein netter Nebeneffekt, was dem Buch jedoch zusätzlich Spannung verliehen hat.
 
Fazit
 
Nachdem ich jetzt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier beendet habe und es mir so gut gefallen hat, habe ich richtig Lust auf die "Silber-Trilogie" von ihr bekommen, die tatsächlich noch ungelesen bei mir im Regal steht. Die werde ich mir auf jeden Fall für dieses Jahr noch vornehmen und danach gibt es hoffentlich wieder etwas neues von der Autorin. Ich kann ihre Bücher jedenfalls nur jedem Leser ans Herz legen.